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EN Storage GmbH insolvent: Anleger können sich wehren

Als Spezialist für sichere Datenspeicherung sah sich die EN Storage GmbH aus Herrenberg bei Stuttgart. Ein Spezialist für sichere Geldanlagen ist sie ganz offensichtlich nicht. Der Geschäftsbetrieb ist eingestellt, das Unternehmen insolvent und die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt nach Medienberichten auch noch wegen Betrugsverdachts.
 
In den vergangenen Tagen hat sich einiges über der EN Storage GmbH zusammengebraut und damit auch über die Anleger, die ihr Geld in die Inhaber-Teilschuldverschreibungen oder Direktinvestments des Unternehmens gesteckt haben. Die schlechten Nachrichten begannen Ende Februar als bekannt wurde, dass die Staatsanwaltschaft Stuttgart die Geschäftsräume durchsucht hat, weil ein Anfangsverdacht auf Betrug besteht. Dabei soll es nach Medienberichten um „frisierte“ Unternehmenszahlen gehen, mit denen die wirtschaftliche Situation der EN Storage GmbH offenbar besser dargestellt worden ist als sie tatsächlich ist. Wenig später kündigte einer der beiden Geschäftsführer bereits den Insolvenzantrag an und das Amtsgericht Stuttgart eröffnete am 6. März 2017 das vorläufige Insolvenzverfahren (Az.: 6 IN 190/17). Den Anlegern drohen damit empfindliche finanzielle Verluste bis hin zum Totalverlust ihres investierten Kapitals.
 
Rechtliche Einschätzung der Kanzlei Kreutzer, München: Das Vertrauen der Anleger hat sich im Fall der EN Storage GmbH nicht ausgezahlt. Wenn sie nicht handeln und sich gegen die drohenden Verluste wehren, kann ihr eingesetztes Kapital verloren sein. Den Verlusten kann aber auf verschiedenen Wegen begegnet werden.
Zunächst muss abgewartet werden, ob das reguläre Insolvenzverfahren eröffnet wird. Ist dies der Fall, können die Anleger ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter anmelden. Die Insolvenzquote reicht aber in der Regel nicht aus, um die Forderungen vollständig zu erfüllen, sodass die Anleger immer noch mit Verlusten rechnen müssen.
 
Diese können ggf. durch die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen ausgeglichen werden. Auch wenn wie immer die Unschuldsvermutung gilt, können Ansprüche gegen Unternehmensverantwortliche oder Wirtschaftsprüfer bestehen, wenn sie bewusst mit falschen Zahlen hantiert und damit auch die Anleger unter falschen Voraussetzungen geködert haben. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass es schon 2014 Ärger mit der Finanzaufsicht BaFin gab und diese der EN Storage GmbH ihr unerlaubtes Einlagengeschäft untersagte.

Darüber hinaus können aber auch die Anlageberater oder Anlagevermittler in der Haftung stehen, wenn sie die Anleger nicht über die bestehenden Risiken der Geldanlage aufgeklärt haben. Schadensersatzansprüche können in alle Richtungen geprüft werden.

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