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René Lezard Anleihe: Anleger sollen noch länger auf Zinsen und Kündigungsrechte verzichten

Die Anleihegläubiger der René Lezard Mode GmbH sollen einer Verlängerung der Zinsstundung zustimmen und noch weiter auf ihre Kündigungsrechte verzichten.
 
Die Modebranche tut sich derzeit schwer. Auch die René Lezard Mode GmbH ist davon betroffen. Das bekommen auch die Anleger der René Lezard Anleihe zu spüren, die 2012 emittiert wurde (ISIN DE000A1PGQR1 / WKN A1PGQRE). Die rund 15 Millionen Euro schwere Anleihe ist ursprünglich mit einer fünfjährigen Laufzeit und einem Zinskupon von 7,25 Prozent ausgestattet. Im November dieses Jahres steht sie zur Rückzahlung an.
 
Daraus wird aber wohl nichts. Denn das Unternehmen möchte seine Finanzverbindlichkeiten neu regeln. Dazu gehört auch eine Änderung der Anleihebedingungen. Die Anleger sollen dabei u.a. auf 40 Prozent des ausstehenden Nominalbetrags der Anleihe verzichten und die Laufzeit bis 2050 verlängert werden. Im Gegenzug soll eine Teil-Rückzahlung der Anleihe in Höhe von 35 Prozent des ausstehenden Nominalbetrags geleistet werden. Die Gläubigerversammlung hat bereits einer Stundung der im November fällig gewesenen Zinsen bis zum 31. März 2017 zugestimmt. Ebenso verzichten die Anleger auf bestimmte Sonderkündigungsrechte. Weitere Beschlüsse zur Änderung der Anleihebedingungen sollen demnächst umgesetzt werden.
 
Zunächst sollen die Anleger aber eine Verlängerung der Zinsstundung und des Verzichts auf die Sonderkündigungsrechte bis zum 31, Mai 2017 absegnen. Darüber können sie vom 24. bis 27. Januar bei einer Abstimmung ohne Versammlung entscheiden.
 
Rechtliche Einschätzung der Kanzlei Kreutzer, München: Von den Anlegern werden ganz erhebliche Zugeständnisse, die unterm Strich erhebliche Verluste mit sich bringen, erwartet. Zugleich ist nicht gesagt, ob trotz einer Änderung der Anleihebedingungen eine nachhaltige Sanierung der René Lezard Mode GmbH erreicht oder der Einstieg eines Investors ermöglich wird. Nach den derzeitigen Plänen verlängern die Anleger vor allem ihr Risiko, ihr Geld zu verlieren, nachdem sie bislang schon zu erheblichen Einschnitten bereit waren.
 

Um den drohenden Verlusten entgegenzutreten, können die Anleger ihre rechtlichen Möglichkeiten prüfen lassen. Dazu gehört auch die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen. Im Zuge einer ordnungsgemäßen Anlageberatung müssen die Anleger auch umfassend über die bestehenden Risiken aufgeklärt werden. Dies ist erfahrungsgemäß häufig nicht geschehen, sodass Schadensersatzansprüche entstanden sein können.

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