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Lignum Sachwert Edelholz: Möglichkeiten der Anleger im Insolvenzverfahren

Die vermeintlich nachhaltige und renditeträchtige Investition in Edelholzplantagen in Bulgarien kann die Anleger der Lignum Sachwert Edelholz AG teuer zu stehen kommen. Das Amtsgericht Charlottenburg hat am 10. Januar 2017 das reguläre Insolvenzverfahren über die Lignum Sachwert Edelholz AG eröffnet (Az.: 36I IN 1853/16).
 
Die Anleger sind nun aufgefordert, ihre Forderungen zur Insolvenztabelle bis zum 1. April anzumelden. Der Berichtstermin ist für den 1. März terminiert.
Die Anleger hatten sich eine nachhaltige, ökologische Investition, die auch noch Rendite abwirft, erhofft. Die Hoffnungen wurden allerdings jäh enttäuscht. Schon im April vergangenen Jahres musste die Lignum Sachwert Edelholz AG Insolvenz anmelden. Zuvor hatte die Finanzaufsicht BaFin ihr den Vertrieb der Vermögensanlagen „Nobilis Rent“, „Nobilis Priva“ und „Nobilis Vita“ untersagt, da die notwendigen Emissionsprospekte nicht vorgelegt werden konnten. Für die Anleger stehen nun rund 65 Millionen Euro auf dem Spiel.
 
Rechtliche Einschätzung der Kanzlei Kreutzer, München: Um die drohenden finanziellen Verluste abzuwehren, sollten die Anleger nun zunächst ihre Forderungen form- und fristgerecht beim Insolvenzverwalter anmelden, damit ihre Ansprüche im Insolvenzverfahren überhaupt berücksichtigt werden können. Mit welcher Insolvenzquote die Anleger rechnen können, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Es ist aber nicht davon auszugehen, dass die Insolvenzmasse ausreichen wird, um die Forderungen aller Gläubiger zu bedienen.
 

Daher sollten die Anleger auch noch weitere rechtliche Schritte prüfen lassen. Auffällig ist, dass die Lignum Sachwert Edelholz AG die notwendigen Emissionsprospekte nicht vorgelegt hat. Das lässt zumindest vermuten, dass sie gegenüber den Anlegern nicht mit offenen Karten gespielt hat und z.B. viel zu hohe Renditeerwartungen in Aussicht gestellt hat. Sollte dies der Fall sein, können daraus Haftungsansprüchen entstanden sein. Ebenso kann geprüft werden, ob gegen die Anlageberater oder Vermittler Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden können, weil sie die Anleger z.B. nicht pflichtgemäß beraten und bestehende Risiken der Geldanlage verschwiegen haben.

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