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KTG Energie: Nur geringe Insolvenzquote für die Anleger


Mehr als ein Trostpflaster ist es für die Anleger der insolventen KTG Energie AG wohl nicht. Laut Insolvenzplan können sie mit einer Insolvenzquote von knapp drei Prozent rechnen. Im Anschluss an die Gläubigerversammlung am 3. Februar können die Anleger über den Insolvenzplan abstimmen.
 
Nach einer Mitteilung der KTG Energie könnte zu der unverbindlichen Insolvenzquote von 2,94 Prozent noch eine Beteiligung an den zukünftigen Gewinnen des Unternehmens hinzukommen. Ausgerichtet sei der Insolvenzplan auf eine Sanierung und Fortführung des Unternehmens. Möglich werde dies durch den Einstieg zweier Investoren, je eine Tochtergesellschaft des KTG Energie-Mehrheitsaktionärs, der Gustav-Zech-Stiftung, und der Zech-Gruppe. Dadurch werde auch überhaupt erst eine Insolvenzquote für die Gläubiger möglich, teilt die KTG Energie mit. Sollten verbindliche Kaufangebote bis zum 31. Januar eingehen, würden auch diese als Alternative zu dem vorgelegten Insolvenzplan geprüft.
 
Nach Darstellung der KTG Energie kommen die Gläubiger bei dem vorgelegten Insolvenzplan immer noch besser weg als bei einer Zerschlagung des Unternehmens. Dann würden sie voraussichtlich komplett leer ausgehen.
 
Rechtliche Einschätzung der Kanzlei Kreutzer, München: Voraussetzung um überhaupt im Insolvenzverfahren berücksichtigt zu werden ist, dass die Forderungen bis zum 24. Januar beim Sachwalter angemeldet werden. Auch wenn die zu erwartende Insolvenzquote gering ist, sollten die Anleger die Anmeldung unbedingt vornehmen. Gläubigerversammlung und die Abstimmung über den Insolvenzplan finden kurz nacheinander statt, sodass nach Möglichkeit schon vorher geprüft werden sollte, ob der Insolvenzplan für die Anleger die beste Option darstellt.
 

Die drohenden hohen Verluste für die Anleihe-Anleger der KTG Energie können im Insolvenzverfahren alleine nicht aufgefangen werden. Daher sollten noch weitere rechtliche Schritte geprüft werden. Besonders Ansprüche auf Schadensersatz sollten in alle Richtungen geprüft werden. Diese können sich gegen die ehemaligen Unternehmens- und Prospektverantwortlichen richten, aber ggf. auch gegen die Anlageberater und Vermittler, sofern sie ihrer Pflicht zu einer ordnungsgemäßen Anlageberatung nicht nachgekommen sind und z.B. die Risiken im Zusammenhang mit der Geldanlage verschwiegen haben.

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