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Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft: Anleger können Forderungen im Insolvenzverfahren anmelden

Nachdem das Amtsgericht Chemnitz Anfang Januar das reguläre Insolvenzverfahren über die Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft eröffnet hat, können die Anleger nun ihre Forderungen zur Insolvenztabelle bis zum 7. März anmelden. Die Gläubigerversammlung findet am 29. März statt.
 
Über die Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft wurden Darlehen an das Pfandhaus Lombardium in Hamburg gegeben. Nach einer Prüfung durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stellte sich im vergangenen Jahr bereits heraus, dass die Pfandgüter deutlich weniger wert sind als ursprünglich angenommen. Zudem wurden Anleger auch noch aufgefordert, bereits erhaltene Ausschüttungen wieder zurückzuzahlen.
 
Das Insolvenzverfahren eröffnet den Anlegern nun die Möglichkeit, zumindest einen Teil ihrer Verluste wieder hereinzuholen. Wie hoch die Insolvenzquote ausfallen wird, lässt sich derzeit noch nicht beziffern.
 
Rechtliche Einschätzung der Kanzlei Kreutzer, München: Anleger sollten ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter unbedingt form- und fristgerecht anmelden. Nur angemeldete Forderungen können im Insolvenzverfahren auch berücksichtigt werden. Die Insolvenzquote wird vermutlich aber nicht ausreichen, um die Forderungen aller Gläubiger vollauf bedienen zu können. Dagegen spricht schon, dass die beliehenen Pfandgüter weniger wert sind als angenommen.
 
Somit kann im Insolvenzverfahren nur ein Teil der Verluste aufgefangen werden. Um weiteren Schaden abzuwenden, können die Anleger weitere rechtliche Schritte prüfen lassen. Ein Ansatzpunkt für die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen kann eine fehlerhafte Anlageberatung sein. Anleger haben einen Anspruch auf eine anleger- und objektgerechte Beratung. Dazu zählt auch, dass sie über die bestehenden Risiken der Geldanlage umfassend aufgeklärt werden. So dürfen riskante Geldanlagen auch nicht an sicherheitsorientierte Anleger vermittelt werden. Wurden die Anleger nicht ordnungsgemäß beraten, können Schadensersatzansprüche entstanden sein.
 

Das gilt auch, wenn die Anlagevermittler die Plausibilität des Geschäftsmodells nicht geprüft haben und die Geldanlage ohne diese Prüfung an die Anleger vermittelt haben. Daher können Forderungen nicht nur gegen die Unternehmensverantwortlichen, sondern auch gegen die Anlageberater und Vermittler entstanden sein.

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