CFB 166 Twins 1: Rettungsanker für die Anleger
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CFB 166 Twins 1: Rettungsanker für die Anleger


Dem Schiffsfonds CFB 166 Twins 1 steht das Wasser offenbar bis zum Hals. Wie „Fonds professionell“ online berichtet, wurden die Anleger darüber unterrichtet, dass eine Insolvenz nicht mehr ausgeschlossen werden kann. Der Rettungsring soll nun der Notverkauf der beiden Fondsschiffe MS Nedlloyd Adriana (ehemals MS Adriana Star) und MS Nedlloyd Valentina (ehemals MS Valentina Star) sein. Die Anleger wurden demnach aufgefordert, über den Verkauf abzustimmen.
 
Damit dürfte für die Anleger des im Dezember 2007 aufgelegten Schiffsfonds CFB 166 Twins 1 endgültig feststehen, dass ihre Beteiligung zu einem Verlustgeschäft geworden ist.
 
Wirtschaftliche Probleme sind beim CFB 166 Twins 1 nicht neu. Schon kurz nach der Auflage des Schiffsfonds brach im Jahr 2008 die weltweite Finanz- und Handelskrise aus, in deren Sog auch etliche Schiffsfonds gerieten. Boomte die Handelsschifffahrt noch in den Jahren zuvor, litt sie nun unter der einbrechenden Nachfrage bei gleichzeitigen Überkapazitäten. Die nötigen Charterraten konnten nicht mehr erzielt werden und die wirtschaftlichen Kalkulationen bei vielen Schiffsfonds waren nur noch Makulatur. In der Folge blieben die Ausschüttungen an die Anleger aus und dennoch stand am Ende häufig die Insolvenz der Fondsgesellschaften. Unsummen Anlegergelder wurden so schon vernichtet.
 
Rechtliche Einschätzung der Kanzlei Kreutzer, München: Auch wenn die Insolvenz des Schiffsfonds CFB 166 Twins 1 vermieden werden kann, müssen die Anleger bei einem Verkauf der Fondsschiffe immer noch mit hohen Verlusten rechnen. Ein Ende der Krise der Handelsschifffahrt ist immer noch nicht in Sicht und angesichts der schlechten Marktlage dürften bei einem Verkauf der Schiffe kaum Preise zu erzielen sein, die auch noch ein wenig Geld in die Kassen der Anleger spülen.
 

Ganz tatenlos müssen die Anleger die Entwicklung aber auch nicht abwarten. Sie haben auch die Möglichkeit, Ansprüche auf Schadensersatz geltend zu machen. Diese begründen sich häufig in einer fehlerhaften Anlageberatung. Denn in den Beratungsgesprächen wurden vielfach die Vorzüge von Schiffsfonds dargestellt und mit Schlagwörter wie „sichere Geldanlage“ oder „Kapitalanlage mit hohen Renditeaussichten“ gearbeitet. Allerdings hätten im Rahmen einer ordnungsgemäßen Beratung auch die Risiken und insbesondere die Möglichkeit des Totalverlusts umfassend und verständlich dargestellt werden müssen. Erfahrungsgemäß sind die Risiken in der Anlageberatung aber häufig mehr oder weniger unter den Tisch gefallen, sodass Schadensersatzansprüche wegen Falschberatung entstanden sein können.

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