Hansa Treuhand Flottenfonds V: Auch MS HS Berlioz in der Insolvenz
Kanzlei Kreutzer - Kreutzer
RSS

Letzte Einträge

Küchenhersteller Alno insolvent – Anlegern drohen Verluste
Bausparvertrag mit Bonuszinsen: Kündigung unwirksam – Urteil rechtskräftig
Insolvenzwelle bei EEH Schiffsfonds
Opalenburg SafeInvest Fonds – Möglichkeiten besorgter Anleger
EN Storage GmbH: Anleger können ihre Forderungen bis zum 12. Juli anmelden

Kategorien

Mitteilungen und Informationen
Rechts-Ticker
erstellt von

Mein Blog

Hansa Treuhand Flottenfonds V: Auch MS HS Berlioz in der Insolvenz

Für die Anleger des Hansa Treuhand Flottenfonds V war es die nächste Hiobsbotschaft: Das Amtsgericht Lüneburg hat am 9. November das vorläufige Insolvenzverfahren über die Gesellschaft der MS HS Berlioz eröffnet (Az.: 47 IN 86/16). Damit sind alle drei Fondsschiffe entweder verkauft oder insolvent. Für die Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass sie mit hohen Verlusten bis hin zum Totalverlust ihrer Einlage rechnen müssen.
 
Hansa Treuhand hatte den Flottenfonds V im Juli 2007 aufgelegt. Anleger konnten sich mit einer Mindestsumme 20.000 Euro beteiligen, insgesamt wurden rund 69 Millionen Euro bei den Anlegern eingesammelt. Die Beteiligung verlief für die Anleger allerdings nicht nach Plan. Der Tanker MT HS Elektra wurde 2013 verlauft, für das Containerschiff MS HS Scott musste 2014 Insolvenzantrag gestellt werden. Nun befindet sich auch noch die Schiffsgesellschaft der MS HS Berlioz im vorläufigen Insolvenzverfahren. Für den Flottenfonds V kann damit kein Schiff mehr Einkünfte generieren. Anleger stehen damit vor dem Totalverlust ihrer Einlage.
 
Rechtliche Einschätzung der Kanzlei Kreutzer, München: Um sich gegen die drohenden finanziellen Verluste zu wehren, können die Anleger ihre Ansprüche auf Schadensersatz prüfen lassen. Der Schlüssel dazu kann in einer fehlerhaften Anlageberatung liegen.
 
Denn in den Beratungsgesprächen wurden Beteiligungen an Schiffsfonds vielfach als rentable und vor allem auch sichere Geldanlagen dargestellt. Mit dem Ausbruch der Finanzkrise 2008 zeichnete sich allerdings ein völlig anderes Bild ab. Die Nachfrage ging zurück und die erforderlichen Charterraten konnten nicht mehr erzielt werden. Dadurch gerieten auch etliche Schiffsfonds in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Am Ende stand oft genug die Insolvenz und erhebliche Verluste für die Anleger.
 

Allerdings hätten die Anleger auch über die Risiken ihrer Beteiligung an einem Schiffsfonds informiert werden müssen. Dazu zählen nicht nur globale wirtschaftliche und politische Entwicklungen, sondern auch lange Laufzeiten, mangelnde Fungibilität, das Wiederaufleben der Kommanditistenhaftung und insbesondere auch das Totalverlust-Risiko. Beteiligungen mit einem Totalverlust-Risiko können aber nur schwerlich als sichere Geldanlage gelten. Dennoch wurden Schiffsfonds auch als Baustein zur Altersvorsorge vermittelt. Die Risiken hingegen wurden in den Beratungsgesprächen häufig nur völlig unzureichend aufgezeigt. Aus einer solchen Falschberatung können Schadensersatzansprüche entstanden sein.

0 Kommentare zu Hansa Treuhand Flottenfonds V: Auch MS HS Berlioz in der Insolvenz:

RSS-Kommentare

Kommentar hinzufügen

Ihr Name:
E-Mail-Adresse: (Erforderlich)
Homepage:
Kommentar:
Machen Sie Ihren Text größer, fett, italic und mehr mit HTML-Tags. Wir zeigen Ihnen wie.
Post Comment