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Widerrufsjoker sticht bei fehlender Angabe zur Kreditlaufzeit
VW-Abgasskandal: Musterkläger bestimmt – VW-Aktionäre können sich Musterverfahren anschließen
René Lezard Anleihe: Erneute Hiobsbotschaft für die Anleger
Lignum Sachwert Edelholz AG: Anleger haben nur geringe Aussicht auf Insolvenzquote
CFB 161 Schiffsflottenfonds 3: Drohende Verjährung von Schadensersatzansprüchen

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Widerrufsjoker sticht bei fehlender Angabe zur Kreditlaufzeit

Der Widerrufsjoker bei Darlehensverträgen sticht noch immer. Denn Banken und Sparkassen haben auch nach dem 10. Juni 2010 noch fehlerhafte Widerrufsbelehrungen verwendet. Das führt dazu, dass in diesen Fällen die Widerrufsfrist nicht in Lauf gesetzt wurde und der Widerruf immer noch möglich ist.
 
Am 21. Juni 2016 endete bekanntlich das sog. „ewige Widerrufsrecht“ bei Immobiliendarlehen, die vor dem 10. Juni 2010 abgeschlossen wurden. Nicht betroffen von dieser Frist sind jüngere Immobilienfinanzierungen, die nach diesem Datum abgeschlossen wurden.

VW-Abgasskandal: Musterkläger bestimmt – VW-Aktionäre können sich Musterverfahren anschließen

Das Oberlandesgericht Braunschweig hat den Musterkläger im Musterverfahren gegen die Volkswagen AG am 8. März 2017 bestimmt. Damit ist auch der Startschuss für VW-Aktionäre gefallen, sich noch zum Musterverfahren anzumelden.
 
Die Anmeldung zum Musterverfahren muss innerhalb des nächsten sechs Monate bis zum 8. September erfolgen. Das Gesetz sieht vor, dass die Anmeldung zwingend von einem Rechtsanwalt vorgenommen werden muss. Durch die Anmeldung zum Musterverfahren erreichen die geschädigten VW-Aktionäre, die bisher aufgrund der Kursverluste nach dem Bekanntwerden des Abgasskandals noch nicht gegen VW geklagt haben, dass ihre Ansprüche nicht verjähren ohne selbst ins Kostenrisiko gehen zu müssen oder selbst Klage einzureichen.

René Lezard Anleihe: Erneute Hiobsbotschaft für die Anleger

Die Anleger der angeschlagenen René Lezard Mode GmbH haben sich bislang sehr entgegenkommend gezeigt. Gebracht hat es offenbar nichts. Das Unternehmen teilte am 7. März mit, dass unverzüglich Insolvenzantrag gestellt und Eigenverwaltung beantragt werde. Im Schutzschirmverfahren solle dann der eingeschlagene Sanierungskurs fortgeführt werden.
 
Grund für den Insolvenzantrag ist nach Unternehmensangaben, dass ein Investor, mit dem man sich schon in fortgeschrittenen Verhandlungen befunden habe, abgesprungen sei.

Lignum Sachwert Edelholz AG: Anleger haben nur geringe Aussicht auf Insolvenzquote

Mit Direktinvestments in Edelhölzer in Osteuropa sollten die Anleger der Lignum Sachwert Edelholz AG Vermögen aufbauen oder mehren können. Daraus ist bekanntlich nichts geworden. Die Gesellschaft ist insolvent. Auch im Insolvenzverfahren können die Anleger kaum darauf hoffen, ihre Verluste ausgleichen zu können.
 
Forderungen zur Insolvenztabelle können die Anleger noch bis zum 1. April anmelden. Ob sie aber von ihrem Geld etwas wiedersehen oder sogar komplett leer ausgehen werden, ist ungewiss.

CFB 161 Schiffsflottenfonds 3: Drohende Verjährung von Schadensersatzansprüchen

Anleger des CFB Fonds 161 Schiffsflottenfonds 3 dürften von der Entwicklung ihrer Geldanlage enttäuscht sein. In vielen Fällen haben die Anleger die Möglichkeit, Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Allerdings müssen sie die Verjährungsfrist im Auge behalten. Mögliche Forderungen verjähren auf den Tag genau zehn Jahre nach der Zeichnung der Anteile.
Der CFB Fonds 161 Schiffsflottenfonds 3 wurde im März 2007 platziert und zur Beteiligung angeboten.

Hansa Treuhand HT Twinfonds: MS HS Bizet und MS HS Bach insolvent

Mit mindestens 20.000 Euro konnten sich die Anleger an dem im Jahr 2008 von Hansa Treuhand aufgelegten HT Twinfonds beteiligen. Das Geld könnte komplett verloren sein. Denn beide Fondsschiffe sind inzwischen insolvent. Nachdem über die Gesellschaft des MS HS Bach schon im August 2016 das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, ist nun auch die Gesellschaft des MS HS Bizet zahlungsunfähig. Das Amtsgericht Lüneburg eröffnete das reguläre Insolvenzverfahren am 17. März 2017 (Az.

Cosma-Gold: Anleger können Forderungen beim Insolvenzverwalter anmelden

Gold genießt seit langer Zeit einen guten Ruf als wertbeständige Geldanlage. Das gilt aber nur, wenn auch der Anbieter von Goldanlage-Modellen seriös ist. Dass dies nicht immer der Fall ist, mussten die Anleger der Cosma-Gruppe leidvoll erfahren.
 
Am Amtsgericht Karlsruhe wurden am 2. März 2017 die Insolvenzverfahren über die Cosma Deutschland AG (Az.: 30 IN 1026/16), über die Cosma Service GmbH (Az.: 10 IN 1027/16) und die Cosma Verwaltungs GmbH eröffnet (Az.

Widerruf von Darlehen: Pflichtangaben müssen im Kreditvertrag aufgeführt werden

Immobiliendarlehen, die nach dem 10. Juni 2010 geschlossen wurden, können auch heute noch vielfach widerrufen werden. Grund dafür ist, dass Banken und Sparkassen nach wie vor auch fehlerhafte Widerrufsbelehrungen verwendet haben, sodass die Widerrufsfrist nie in Lauf gesetzt wurde und der Widerruf noch Jahre später möglich ist.
 
Schon im November 2016 hatte der Bundesgerichtshof entschieden, dass eine von einer Sparkasse verwendete Widerrufsbelehrung fehlerhaft ist (Az.: XI ZR 434/15).

Nicht jede Kündigung eines Bausparvertrags ist wirksam

Seit der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 21. Februar 2017 ist klar, dass Bausparkassen alte Bausparverträge kündigen dürfen, wenn diese seit mehr als zehn Jahren zuteilungsreif sind. Das heißt aber nicht, dass jede Kündigung eines gut verzinsten Altvertrags rechtlich zulässig ist. Denn nicht immer werden nur Verträge gekündigt, die seit mindestens zehn Jahren zuteilungsreif sind.
 
Die anhaltende Niedrigzinsphase belastet auch die Bausparkassen. Einst haben sie die Bausparer mit unterschiedlichen Versprechungen angelockt, nun wollen sie sich von vergleichsweise hoch verzinsten Verträgen wieder trennen.

FHH Fonds Nr. 40 MS Antofagasta: Anlegern droht nach Insolvenz der Totalverlust

Ab dem Sommer 2009 konnten sich die Anleger noch in der Hoffnung auf ordentliche Gewinne an dem Schiffsfonds FHH Fonds Nr. 40 MS Antofagasta beteiligen. Die Erwartungen wurden allerdings enttäuscht. Nun ist es noch schlimmer für die Anleger gekommen. Die Fondsgesellschaft ist insolvent. Das Amtsgericht Hamburg hat am 3. März 2017 das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet (Az.: 67b IN 53/17).
 
Das Fondshaus Hamburg platzierte den FHH Fonds Nr. 40 MS Antofagasta im Juni 2009.